Minimalismus ist, was ich für 52Games betreibe. Minimalistisch war auch mein Date mit Dear Esther, das mich nicht begeistern konnte. Außer ein wenig über eine hübsche Insel zu laufen schweben und ein paar zufällig eingestreuten, absichtlich keinen Sinn ergebenden Audio-Schnipseln zu lauschen, war nicht viel geboten. Vermutlich habe ich die Metaebene nicht verstanden…
Dariusburst SP ist für 8,99 Euro (App Store-Link, Universal) nicht gerade ein (iOS-)Schnäppchen. Dafür ist die PSP-/Automaten-Umsetzung eines der hübschesten SHMUPs, die bisher aus dem App Store auf mein Gerät gefallen sind. Außerdem ist es für meinen Geschmack sehr wenig (eigentlich überhaupt nicht) bullethell-ig, was ich besonders schätze. Es schlägt zwar nicht mein schon aus Retrogründen heiß geliebtes Battle Squadron One, trotzdem kam ich nicht umhin, Dariusburst einige Zeilen zu widmen. Danke an @NeoNacho für den Tritt in den Hintern.
Wo wir es heute schon von günstigen Angeboten haben… Fractal: Make Blooms not War gibt es derzeit kostenlos (App Store-Link). Fractal ist der Sechseck-Puzzler für den ich (auch auf dem iPad) offenbar zu blöd bin, wie schon in Wir Schweifen Ab #7 berichtet. Das Spiel von Cipher Prime, den Machern hervorragender Musikspiele, wie Auditorium (App Store-Link, kostenlos) und Pulse: Volume One (2,39 Euro, App Store-Link), war kurzzeitig aus dem App Store verschwunden. Der Grund dafür sind augenzwinkernde “technische Probleme” mit dem früheren Publisher. Cipher Prime vertreiben Fractal ab sofort selbst im App Store, was ein erneutes Einstellen der App erforderte. Das hat aber auch zur Folge, dass alle bisherigen Käufer das Spiel erneut hätten kaufen müssen, um an weitere Updates zu gelangen, da die App technisch gesehen ein eigenständiges Produkt im App Store darstellt.
Um das Dilemma abzufedern, entschlossen sich die Entwickler dazu, Fractal kurzzeitig kostenlos anzubieten. Wer Fractal also bereits gekauft hat und weitere Updates bekommen möchte, sollte sich die neue Version fix herunterladen. Nutznießer sind selbstverständlich alle, die bislang noch nicht zugeschlagen haben. Cipher Prime gewinnt dafür neue Spieler hinzu und kann seine Fanbase erweitern, was auch nicht verkehrt sein dürfte.
Notiz am Rande: Fractal gibt es auch für Mac und Windows, Auditorium zusätzlich noch auf PS3, PSP und Linux.
Gestern erschien League of Evil 2, der Nachfolger des letztjährigen “Super Meat Boy” für iOS, das im Übrigen vielleicht auch seinen Weg auf Touchgeräte findet. Alle Pixel- und Chiptune-Liebhaber müssen jetzt stark sein: League of Evil 2 hat seinen Pixellook gegen Comicgrafik eingetauscht und auch musikalisch begegnen euch eher moderner Klänge. Nach bisher 10 gespielten Abschnitten kann ich sagen: Spielerisch macht mir Teil 2 ebenso viel Spaß, wie der Vorgänger. Zur Einführung gibt es das knallharte Jump&Run zum reduzierten Preis von 0,79 Euro (App Store-Link, Universal), der in Kürze auf 2,39 Euro angehoben werden wird.
Für das famose Battle Squadron One (App der Woche im letzten Sommer), ein Remake meines nach wie vor liebsten SHMUPs aus seeligen Amiga-Zeiten (1989), gibt es jetzt eine kostenlose Lite-Variante (App Store-Link, Universal Version), in der ihr auch den kürzlich eingeführten, lokalen 2-Spieler-Splitscreen-Modus testen könnt. Zur Feier der Veröffentlichung ist zudem die Vollversion um 50% reduziert. Für 1,59 Euro (App Store-Link, Universal) führt (meiner Meinung nach) kein Weg an dem grandiosen Ballerspaß vorbei.
Ich gestehe: Ich bin pathologischer Spiele-Nicht-Durchspieler. Ich beneide euch, die ihr Spiele komplett abschließt. Oft mit allen möglichen Achievements. Oder Spiele erneut spielen. Das mache ich nahezu nie. Außer Crysis. Dem gönnte ich satte drei Durchläufe. Die Insel, der Dschungel, die Sonnenaufgänge, dieses herrliche karibische Gefühl. Ich mochte die Natur von Crysis.
Gestern flatterte mir tatsächlich eine Mahnmail von Youtube in den Posteingang. Mein Video “enthält unter Umständen Content, dessen Inhaber oder Lizenzgeber finetunes ist” heißt es darin. Lustig ist: Es handelt sich bei der verwendeten Musik um mein eigenes Stück. Ich habe über Regioactive einen Online-Vertriebsdeal, damit die Musik meiner Band Blindflug über die gängigen Portale, wie iTunes, Amazon mp3, etc. online möglichst einfach gekauft werden kann. So wie ich den Vertrag verstehe, muss ich lediglich dafür Sorge tragen, dass ich die lizensierte Musik nicht kostenlos zum Download anbiete oder über weitere Portale eigenmächtig verkaufe. Davon, dass ich meine Musik nicht via Streaming (was im Falle des Youtube-Videos gegeben ist) und zu Werbezwecken nutzen kann, ist darin nicht die Rede. Im Übrigen bin ich kein Mitglied der GEMA. Folgendes (schon etwas älteres) Video ist betroffen:
Äußerst interessant fand ich weiterhin den Satz “Du musst keine Maßnahmen ergreifen” aus besagter Youtube-Mail. Auf der verlinkten Hinweis-Seite stand, dass mein Video zwar nicht gesperrt sei, aber “Hinweise” (welcher Art auch immer) daneben eingeblendet werden könnten. Ich weiß nicht, wie es anderen dabei geht, aber ich finde schon, dass ich hier “Maßnahmen ergreifen” musste. Also habe ich per Webformular auf Youtube Einspruch eingelegt. In der ersten Aufregung gestern hatte ich glatt das Nachrichtenfeld übersehen, peinlich. Es ist aber doch möglich, auch eine eigene Nachricht als Kommentar mitzusenden. Mit Regioactive habe ich ebenfalls Kontakt aufgenommen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte ausgeht und werde den Beitrag entsprechend aktualisieren. In der Zwischenzeit wundere ich mich, warum nicht unser Musikvideo, das statt Song-Ausschnitten ein komplettes Lied enthält, angemeckert wurde:
Was lernen wir daraus? Selbst mit deiner eigenen Musik musst du, dank intransparenten Vorgängen und (von mir vermuteten) Automatismen aufpassen, wie du im Netz damit umgehst. Ihr könnt mir glauben: Bei der aktuell in der Produktion befindlichen Scheibe werde ich mir ernsthaft überlegen, andere Wege einzuschlagen (je nachdem natürlich, wie wir als Band entscheiden). Je mehr ich über das Urheberrecht und den daraus resultierenden Krampf nachdenke, desto mehr halte ich es mit Jonathan Coulton, der eher das Urheberrecht, als das Internet abschaffen würde.
Philipp und meine Wenigkeit sind wieder abgeschwoffen. Wir haben uns redlich bemüht, keine drei Stunden zu quatschen. Was soll ich sagen: Es hat tatsächlich funktioniert. Halbwegs. Die Folge findet ihr wie immer auf www.wirschweifenab.de.
Hölle, ja! Beat Hazard Ultra, der Twinstick-Shooter, mit dem ihr eure eigene Musik spielen könnt, ist jetzt auch auf iOS verfügbar und wird aktuell zum Schleuderpreis Einführungspreis von 0,79 Euro (Universal, App Store-Link) nahezu verschenkt. Daneben gibt es das Spiel selbstverständlich auch für fast alle anderen gängigen Plattformen, wie PC, Mac, PSN SEN, und XBLIG. Auf iOS könnt ihr es wahlweise auch als Singlestick-Shooter spielen, euer Raumschiff feuert dann automatisch. Nichts für echte Kernspieler selbstverständlich. Ein kurzes Anspielen hat gezeigt: Die Steuerung funktioniert prima. Wer iTunes Match hat, spielt gar einen beliebigen Song aus seiner Musikbibliothek. In Beat Hazard Ultra richten sich nämlich Gegneranzahl und -geschwindigkeit, deren und eure eigene Feuerkraft, etc. nach dem namensgebenden Beat des ausgewählten Lieds. Wer noch nichts von dem Spiel gehört hat, düst mal schnell rüber zu Cold Beam Games.
Meine Geschichte mit Tweetbot fürs iPhone (2,39 Euro, App Store-Link) ist ja noch recht jung. Die letzte Aktualisierung der offiziellen Twitter-App (kostenlos, App Store-Link) fürs iPhone hat mir persönlich wenig gefallen. Entwickler Tapbots nutzte die Gunst der Stunde und köderte (vermutlich nicht nur mich) mit einer Preisreduzierung seines iPhone-Clients. Was soll ich sagen? Die diversen Empfehlungen von fscklog-Leo (unter anderem auch in Bitsundso) kann ich mittlerweile nachvollziehen. Nach sehr kurzer Umgewöhnungsphase flog die offizielle Twitter-App ersatzlos von meinem Telefon.
Und große Überraschung: Just gestern erschien nicht nur das kostenlose Update von Tweetbot auf V2.0, sondern auch Tweetbot für iPad (2,39 Euro, App Store-Link). Nach kurzem Herumspielen muss ich sagen: Gefällt mir. Könnte mir vorstellen, dass dem offiziellen iPad-Twitter-Client bald das gleiche Schicksal widerfährt, wie seinem kleinen Bruder. Da war doch diese Sache mit der Tweetmarker-Synchronisation…
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Selbstverständlich freue ich mich auch über eine kleine Aufmerksamkeit über den Micro-Bezahldienst Flattr: