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Real Racing 3 macht mir Angst

28 Feb

Ich weiß, ich weiß, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Trotzdem lässt mir das F2P-Modell von Real Racing 3 keine Ruhe, selbst wenn aktuell zumindest die Reparatur-Zeiten mal wieder in der serverseitigen Boxengasse verschwunden sind. Die – deutlich längeren – Servicezeiten sind nach wie vor vorhanden, wenn auch nicht ganz so häufig nötig. Ich sehe ja ein, das Spiel ist mit viel Geduld kostenlos “spielbar” ist. Dennoch möchte ich nicht, dass dieses Modell Schule macht. Warum? Weil es für mich den Spielfluss gnadenlos zerstört.

Es zeigt in eine Richtung, die eines unserer liebsten Hobbies zu ruinieren droht. Stellt euch vor, Microsoft und Sony würden mit ihren neuen Konsolen diese Art von Geschäftsmodell rigoros einführen. Klar, “kostenlose” Spiele für alle. Klingt doch fantastisch! Demos wären nicht mehr notwendig, weil doch alles für umme verfügbar ist. Nur Spielfluss würde es keinen mehr geben, es sei denn, wir werfen unzählige F2P-Münzen, die für teures Geld erworben werden müssen, in den virtuellen Münzslot.

Ständig wird einem – direkt oder indirekt – unter die Nase gerieben, doch bitte Echtgeld einzuwerfen. “Hey, es gibt den neuen Porsche gerade im Sonderangebot, 50% billiger. Du hast zwar aktuell nicht genügend Spiegeld, aber du kannst doch für ein paar Euro welches erwerben.” Oder ich spiele noch viele Stunden mit der gleichen lahmen Karre weiter, bis ich endlich genug verdient habe…

Rennen üben? Faktisch unmöglich, da ein direkter Neustart nicht möglich ist, sondern erst repariert (und damit gewartet) werden muss. Aber wer will schon üben? Springe fleißig von einem Event zum anderen, von einem Wagen zum nächsten, dann musst du auch nicht zahlen. Nicht gerade meine Vorstellung von Spielfluss in einem Rennspiel. Aber vielleicht bin ich mit meiner Einstellung, ein Rennen erneut versuchen zu wollen, wenn ich wegen eines Fahrfehlers oder der hoffnungslos Ideallinie fahrenden (und damit teils extrem drängelnden KI) wieder mal eine Kurve versemmelt habe, auch nicht der typische Rennspieler? Frage mich dann aber, wieso die Rückspulfunktion großer Titel sich offenbar zum Standard entwickelt hat.

Mich stört zudem gewaltig, dass ich nicht mal eine sinnvolle Option geboten bekomme, mich von dem Wahnsinn ein für alle mal freizukaufen. Klar, ich kann mir für 8.99€ ein schnelles Auto und 65 Goldmünzen kaufen. Alternativ 300.000 Ingame-Dollar. Damit bekomme ich aber gerade mal einen Mittelklasse-Rennwagen samt ein paar Upgrades. Ich sehe nicht ein, Geld für etwas zu zahlen, nur um ein paar Stunden später wieder an der nächsten Bezahlschranke ausgebremst zu werden.

Klar, für Levelaufstiege und erreichte Achievements bekomme ich Goldmünzen. Nur gibt es eben auch genügend Wagenupgrades, die ausschließlich für Goldmünzen zu erwerben sind. Sogar manche Boliden gibt es explizit nur für die F2P-typische Zweitwährung. Ich finde es bedenklich, wenn sogar Guides erstellt werden (müssen), die die Problematik “Wie komme ich möglichst günstig durch ein Spiel” behandeln.

Auf die teils massiven Balancing-Probleme mit dem Timeshifted Multiplayer (es werden die Fahrzeiten von echten Spielern genommen und mit der KI des Spiels verrechnet) kommt es da letztlich schon gar nicht mehr an. Manche Rennen schließe ich mit 1,5km Vorsprung ab, während bei anderen Veranstaltungen trotz voller Upgrades nicht über den 5. Platz hinaus komme. Ich bleibe dabei, was ich schon zum Softlaunch vor zwei Wochen im Appsacker gesagt habe: Schade um das schöne Spiel, die hübsche Grafik und das sehr gute Fahrgefühl. Wer eine etwas positivere Meinung hören möchte, dem empfehle ich Folge 700 von Insert Moin (formerly known as Breakfast@manuspielt’s). Weint mir dann aber nicht über die “gute alte Zeit” die Ohren voll, wenn das Modell 2020 Standard ist und ihr ein neues Hobby braucht.

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First place. Great job?

7 Jan

Hach, da lobe ich kürzlich Forza Horizon noch als mein Rennspiel 2012 und dann diese Enttäuschung mit dem Rally Expansion Pack. Ende 2012 doch dazu durchgerungen, die in meinen Augen happigen 1600 Microsoft Punkte hinzublättern (dank Ebay habe ich für meine Punkte wenigstens etwas weniger als den Normalpreis gezahlt), weil ich noch ein wenig mehr im schönen Colorado rumdüsen wollte, komme ich endlich dazu, ein paar Zeilen darüber zu schreiben.

Zunächst mal: Das Fahrgefühl an sich ist natürlich wieder grandios. Wie im Hauptspiel geht die Balance aus Simulation und Arcade-Feeling auch im Rally-Modus für meinen Geschmack voll auf. Die Strecken sehen außerdem hübsch aus, der gewohnt gute Soundtrack macht Laune. Wenn es nicht so einige “Aber” gäbe:

Der augenscheinlichste und für mich absolut nervigste Grund gegen den Kauf: Der Rally-Modus wirkt absolut lieblos hingeklatscht. Anstatt nämlich schön in die Spielwelt integriert zu sein, wählt man die Rally-Events schnöde über das Hauptmenü an. Der Rally-Modus ist komplett abgekoppelt von der eigentlich so fasznierenden, offen befahrbaren Spielwelt.

Warum? Das ist mir zum Teil während des Spielens klar geworden. Einige der Strecken sind schlicht und ergreifend Zweitverwurstungen bekannter Passagen aus dem Hauptspiel. Forza-Spieler erinnern sich vermutlich an die bereits in der Demo enthaltene Strecke am Canyon entlang, auf der man das erste Mal gegen das Flugzeug antritt. Ich verwette meinen Arsch drauf, dass die exakt gleiche Strecke (nur eben diesmal nicht auf Asphalt, sondern in hübscher Cross-Optik mit massig Bodenunebenheiten) im Rally-Modus auftaucht. Ich bin die Stelle nicht noch mal extra abgefahren, aber sie kam mir doch extrem bekannt vor.

bb_ForzaHorizonRally

Ebenso finde ich die Rally-Upgrades der Autos mäßig gut integriert, um es mal höflich zu formulieren. Per default bietet mir das Spiel die fünf “neuen” (ich meine, davon sind mindestens zwei bereits als normale Variante im Hauptspiel enthalten) Rally-Karren an. Ich kann mir aber auch meinen bereits hart erkämpften Fuhrpark anzeigen lassen. Wenn ich dann einen Wagen wähle, werde ich höflich, aber bestimmt darauf hingewiesen, ihn doch bitte mit einem Rally-Upgrade zu versehen. So weit, so gut. Nur: Nicht für jedes Auto ist so ein Upgrade verfügbar. Bei einem Lancia Delta Integrale oder dem alten Audi Quattro ist selbst einem Auto-Legastheniker wie mir klar, dass es dafür Upgrades gibt. Bei allen anderen Kisten fällt es zumindest mir schwer. Warum zeigt mir das Spiel nicht nur die Karren an, die ich auch wirklich für den Rally-Modus verwenden darf?

Auch das Balancing trifft meinen Geschmack nicht. Wo ich im Hauptspiel gegen Ende mit manueller Schaltung auf dem Standard-Schwierigkeitsgrad Medium richtig gute Zeiten erzielte, kämpfe ich im Rally-Modus mit den gleichen Einstellungen gewaltig. Gut, vielleicht liegt mir Rally nicht so sehr, aber auch auf Twitter bekam ich von ein paar erfahrenen Rennkollegen ähnliches Feedback.

Wenn mir dann mein Beifahrer nach einer gewonnenen Etappe ein absolut gelangweiltes “First place, we did it. Great job.” entgegen murmelt, kann ich nur vermuten, dass auch er mäßig viel Spaß mit der Erweiterung hatte. Schade. Mir hat es dadurch das grandiose Forza Horizon-Erlebnis ziemlich verhagelt. Ich kann das Update nur beinharten Rally-Fans empfehlen. Alle anderen sparen sich besser das Geld.

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Nur mit Album

29 Mai

Während andere am Erlanger “Berch” abhängen und schlimmer Covermusik und dem Alkohol frönen (anders kann man das vermutlich nicht ertragen), habe ich mir das Wochenende mit der Produktion unseres schon viel zu lange verzögerten Blindflug-Albums um die Ohren geschlagen. Was liegt an einem Musik-Wochenende daher näher, als sich mal den Eurovision Song Contest anzusehen? Ich möchte gar nicht auf die zweifelhafte Inszenierung der Show eines autoritären Regimes eingehen. Das können andere besser. Mir geht es um ein ganz anderes Thema.

Am meisten beeindruckten mich die beiden Ausnahmesänger Rona Nishliu (Albanien) und Ott Lepland (Estland). Auch der schwedische Beitrag von Loreen war gesanglich exzellent, wenn auch der Song an sich nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Trotzdem: Grattis på första placering, Sverige!

“Suus” von Rona Nishliu hat mich dermaßen berührt, dass ich die Nummer anschließend gleich kaufen wollte. Schnell in den iTunes Store “gegangen” und nach Eurovision gegooglet gesucht. Fertig… oder etwa nicht? Was ist das? Das Lied (und einige andere auch) ist nur erhältlich, wenn man das gesamte Album erwirbt. Gut, dann eben auf Amazon (Affiliate Link). Doch auch hier zeigt sich erwartungsgemäß das gleiche Bild. Hervorragend. Selbstverständlich sah es bei den Streaming-Diensten (in meinem Fall Rdio und Spotify) auch nicht besser aus (außerdem wollte ich den Song ja ohnehin “klassisch” besitzen).

Liebe Musikindustrie: DAFUQ?! Ich weiß nicht, welche rechtlichen Hintergründe diese Konstellation vielleicht haben könnte, kann mir aber eigentlich keine vorstellen. Warum sollte ein Label ein Lied für diese Compilation nur unter der Auflage freigeben, dass der Song nicht als Einzeltrack verkauft werden darf? Das senkt doch im Zweifel nur die potenziellen Verkäufe eben jenes Lieds. Eine weitere denkbare Strategie, nämlich die Favoriten nur mit Album zu verkaufen, um mehr Einheiten abzusetzen, möchte ich angesichts solcher Album-exklusiver “Perlen” wie “Stay” von Tooji oder “Woki Mit Deim Popo” von den Trackshittaz (was übersetzt so viel heißen dürfte wie “Liedgülle”) allerdings ebenfalls ausschließen.

Mir als Konsument ist das letztlich auch egal. Wir schreiben das Jahr 2012. Einzelne Songs als Download zu kaufen dürfte also keine exotische Angewohnheit vereinzelter Irrer, sondern ein eher übliches Kaufverhalten darstellen. Da ich “Suus” auch auf keiner anderen Veröffentlichung gefunden habe, jedoch trotzdem nicht auf illegale Angebote zurückgreifen wollte, habe ich zähneknirschend die gesamte Compilation gekauft. Waren ja noch ein paar andere ganz nette Stücke dabei. Am meisten ärgert mich aber, dass ich damit auch den zweifelhaften Beitrag aus Österreich der Trackshittaz erwerben musste. Hier wäre mir die umgekehrte Variante (also etwa “Dieser Song ist nur als Einzeldownload erhältlich”) deutlich lieber gewesen…

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Youtube: Eigene Musik angemahnt

12 Feb

Gestern flatterte mir tatsächlich eine Mahnmail von Youtube in den Posteingang. Mein Video “enthält unter Umständen Content, dessen Inhaber oder Lizenzgeber finetunes ist” heißt es darin. Lustig ist: Es handelt sich bei der verwendeten Musik um mein eigenes Stück. Ich habe über Regioactive einen Online-Vertriebsdeal, damit die Musik meiner Band Blindflug über die gängigen Portale, wie iTunes, Amazon mp3, etc. online möglichst einfach gekauft werden kann. So wie ich den Vertrag verstehe, muss ich lediglich dafür Sorge tragen, dass ich die lizensierte Musik nicht kostenlos zum Download anbiete oder über weitere Portale eigenmächtig verkaufe. Davon, dass ich meine Musik nicht via Streaming (was im Falle des Youtube-Videos gegeben ist) und zu Werbezwecken nutzen kann, ist darin nicht die Rede. Im Übrigen bin ich kein Mitglied der GEMA. Folgendes (schon etwas älteres) Video ist betroffen:

Äußerst interessant fand ich weiterhin den Satz “Du musst keine Maßnahmen ergreifen” aus besagter Youtube-Mail. Auf der verlinkten Hinweis-Seite stand, dass mein Video zwar nicht gesperrt sei, aber “Hinweise” (welcher Art auch immer) daneben eingeblendet werden könnten. Ich weiß nicht, wie es anderen dabei geht, aber ich finde schon, dass ich hier “Maßnahmen ergreifen” musste. Also habe ich per Webformular auf Youtube Einspruch eingelegt. In der ersten Aufregung gestern hatte ich glatt das Nachrichtenfeld übersehen, peinlich. Es ist aber doch möglich, auch eine eigene Nachricht als Kommentar mitzusenden. Mit Regioactive habe ich ebenfalls Kontakt aufgenommen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte ausgeht und werde den Beitrag entsprechend aktualisieren. In der Zwischenzeit wundere ich mich, warum nicht unser Musikvideo, das statt Song-Ausschnitten ein komplettes Lied enthält, angemeckert wurde:

Was lernen wir daraus? Selbst mit deiner eigenen Musik musst du, dank intransparenten Vorgängen und (von mir vermuteten) Automatismen aufpassen, wie du im Netz damit umgehst. Ihr könnt mir glauben: Bei der aktuell in der Produktion befindlichen Scheibe werde ich mir ernsthaft überlegen, andere Wege einzuschlagen (je nachdem natürlich, wie wir als Band entscheiden). Je mehr ich über das Urheberrecht und den daraus resultierenden Krampf nachdenke, desto mehr halte ich es mit Jonathan Coulton, der eher das Urheberrecht, als das Internet abschaffen würde.

Update vom 23.02.2012:

Mittlerweile bekam ich auch für das “Nichts Übrig”-Video die entsprechende Mail, konnte aber über mein Netlabel Regioactive die Hintergründe in Erfahrung bringen: Finetunes, ein Zwischenhändler im Vertrieb über iTunes & Co. hat kürzlich alle über sie vertriebenen Künstler bei Google angemeldet. Soweit ich das jetzt verstanden habe, sollte folglich mein Einspruch gegenüber Youtube ausreichen. Ich hake die Geschichte damit ab, bin aber weiterhin gespannt, ob ich nicht doch noch mal etwas in der Richtung hören werde.

Update vom 19.03.2012:

Vor ein paar Tagen bekam ich erneut eine Mail von Youtube. Diesmal mit froher Kunde: Finetunes hat meinen Einspruch überprüft und die Beschwerde zurückgezogen. Damit ist nun endgültig alles geklärt. Ich bin froh. Trotzdem wünsche ich mir für die Zukunft die Möglichkeit, eine Art Akkreditierung vornehmen zu können, um solche Umstände gleich vorab vermeiden zu können.

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SOPA ad ACTA?

1 Feb

Auch mir ist bewusst, dass wir vermutlich nicht noch mehr “preaching to the choir” bezüglich ACTA benötigen. Dennoch bin ich der Meinung, je mehr Quellen, desto besser. Menschen, die sonst keine Blogs lesen, sich aber durch netzaffine Leute mal zu einer Suche motivieren lassen, stoßen dadurch vielleicht noch leichter auf interessante Links. Daher möchte ich (m)einen kleinen Teil dazu beitragen.

SOPA wurde zum Glück erst mal gestoppt. ACTA steht hingegen vor der Tür und die ist bereits weit offen. Eine leicht verständliche Zusammenfassung dazu gibt es bei mspr0. Außerdem wurde eine E-Petition auf stopacta.de eingerichtet, deren Unterzeichnung nur einen Augenblick dauert. Dort gibt es außerdem viele weitere Informationen.

E-Petition schön und gut, aber was können wir sonst noch dagegen tun? Wer bis hierher gelesen hat, stellt sich sicherlich diese Frage. Sehr gut. Zum einen: Informieren. Euch selbst, eure Freunde, euer gesamtes soziales Umfeld. Infiziert sie, verschickt Links, verteilt es in sozialen Netzwerken, diskutiert. Und geht mit raus auf die Straße. Am 11.2.2012 werden überall auf der Welt Demos gegen ACTA organisiert. Sicher auch bei euch in der Nähe. Lasst uns ein Zeichen setzen für ein freies Internet!

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Real Racing 2: <3, Shift 2 Unleashed: Origin-Schmerz

13 Jan

In Apples jährlicher “12 Tage, 12 Geschenke”-Aktion gab es unter anderem auch EAs Shift 2 Unleashed aus der Need for Speed-Reihe für lau. Die “große” Version (PC/Konsolen) war einer meiner ersten Tests für GamersGlobal und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Dachte ich mir, ich schau mir mal die iPad-Fassung an. Nach all dem Hickhack um EAs Origin Plattform muss ich allerdings zugeben: Ich hätte es besser wissen müssen…

Nicht nur, dass mich die App gleich zu Beginn per Push-Dialog auf EAs 100-Spiele-Vergünstigungen hinwies (einem geschenkten Gaul…) Nein, auch das nervige Betteln (nach jedem Rennen) sich doch bei Origin zu registrieren, ging mir recht schnell auf den Zeiger. Sorry EA, so nicht. Bislang hat mich keine App mehr als einmal gefragt, mich bei Game Center oder OpenFeint anzumelden (und dort bin ich gerne Mitglied, weil es für iOS relevante Plattformen sind). Einmal zum Start, wo man als User entscheidet, ob man sich anmelden möchte oder nicht, sollte Standard sein. Schade, denn Shift 2 Unleashed macht ansonsten einen ganz spaßigen Eindruck. Aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte die App für 3,99 Euro (iPhone) bzw. 6,99 Euro (iPad) gekauft, hätte mich das doch gewurmt.

Shift 2 Unleashed

Shift 2 Unleashed

Dann erinnerte ich mich an das gute “alte” Real Racing 2 HD. Lange nicht und bislang außerdem viel zu wenig gespielt, dachte ich mir, ich schau mir Firemints iOS-Rennspiel-Primus mal im direkten Vergleich an. Preislich liegen die beiden Titel gleichauf bzw. ist die iPad-Version sogar günstiger, als der EA-Titel. 3,99 Euro kostet Real Racing 2 fürs iPhone, 5,49 Euro fürs iPad. Das Spiel sieht nicht nur um einiges besser aus, sondern fühlt sich (für mich) auch besser auf iOS optimiert an (bezogen auf die UI, etc.) Zudem nervt es nicht mit einem auf iOS ohnehin irrelevanten, und selbst auf PC zumindest bislang noch wenig bedeutsamen Social Network.

Real Racing 2

Real Racing 2

Wie gesagt, Shift 2 Unleashed ist kein schlechtes Rennspiel. Die intensive Helmkamera funktioniert am iPad richtig gut (fühlt sich etwas entschärft an im Vergleich zur PC-Fassung). Wer sowieso über einen Origin-Account verfügt oder von Real Racing vielleicht schon genug hat, darf durchaus einen Blick riskieren. Alle anderen Rennspiel-Fans drehen lieber eine Runde in Firemints Boliden, selbst wenn mich der AirPlay gestützte Mehrspieler-Part (zumindest in meinem WLAN-Netz) nicht wirklich überzeugen konnte.

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iPhone-Netzprobleme? Neu-Aufsetzen kann helfen

23 Dez

Mein erster iPhone-Umstieg und gleich fiese Probleme. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Klar, kann passieren, ist ja auch nur Software, aber trotzdem: es nervt. Wer mir auf Twitter folgt, hat vermutlich meine Nachforschungen ein wenig mitbekommen. Aber wie immer von vorne:

Nach dem Umstieg auf das iPhone 4S hatte ich so meine Probleme mit dem mobilen Internet und teilweise auch mit der Erreichbarkeit für Anrufe. Ich hatte mein Telefon aus dem Backup meines alten iPhones (das 4er) wiederhergestellt, anstatt es als neues Gerät zu konfigurieren. Schließlich wollte ich alle Daten, Einstellungen und Apps exakt so wieder auf dem Telefon haben, wie bisher. Ich hatte daraufhin aber häufiger diverse Probleme, unter anderem dass entweder die Datenverbindung einfach unmotiviert wegrauschte, obwohl mir fröhlich ein “3G” in der Statuszeile entgegenlachte, dass ich für Anrufe nicht erreichbar war, dass die Datenverbindung weg war an Orten, wo ich vor dem Wechsel immer perfekten Empfang hatte, etc. Meist half nur ein Reboot des Geräts, der dann kurzfristig die Symptome verschwinden lies.

SIM-Probleme adé?

SIM-Probleme adé?

Da der Wechsel aber ungefähr in die Zeit fiel, in der O2 auch zunehmend in Ungnade wegen ihrer Netzprobleme geriet, außerdem auch bei T-Mobile offenbar die SIM-Karte bei aktivierter SIM-Pin die Ursache für ein ähnliches Verhalten zu sein schien, war ich mir nicht sicher, wo ich denn nun meine Problemanalyse beginnen sollte. Zunächst deaktivierte ich also meine SIM-Pin. Das half erstaunlich gut. Aber erstens nicht in 100% der Fälle, zweitens war es auch nicht gerade ein gutes Gefühl. Die SIM-Pin erfüllt ja durchaus einen nicht unerheblichen Zweck. Auch das Update auf iOS 5.0.1 konnte keine Abhilfe schaffen.

Ergo wandte ich mich an den Apple-Support. Die überaus freundliche Dame empfahl mir mehrere Schritte auszuprobieren. Zunächst: Ein Reset der Netzwerkeinstellungen. Unangenehm, weil man hinterher alle mühsam angesammelten W-Lan-Passwörter neu eingeben muss, aber verschmerzbar. Schnell war jedoch klar, dass das in meinem Fall nichts half. Ihr zweiter Tipp war das Konfigurieren des iPhones als neues Gerät. Einige Tage habe ich mich davor gedrückt, dann aber doch in den sauren Apfel… Ach, lassen wir die stumpfen Wortspiele. Also, versucht alle Daten zu sichern (Backup bringt in dem Fall ja nichts). Gut, ein paar Dinge, wie alte SMS (ist mir persönlich nicht sonderlich wichtig) oder bestimmte App-Einstellungen natürlich vergessen bzw. nicht möglich gewesen, diese wegzusichern. Irgendwie doch erstaunlich, wie viel Zeug sich in einem Jahr auf einem Smartphone ansammelt.

Das Neu-Aufsetzen ist nun knapp zwei Wochen her. Ich habe wieder eine mit Pin geschützte SIM-Karte und kann keinerlei Empfangsprobleme oder andere Schwierigkeiten hinsichtlich mobilem Datentransfers beobachten. Wer also ähnliche Symptome feststellt bei einem iPhone, das aus einem früheren Backup wiederhergestellt wurde, sollte den Neuanfang vielleicht auch mal in Betracht ziehen. Schmerzhaft, aber wenigstens habe ich jetzt wieder ein aufgeräumtes Gerät und wir haben uns alle wieder lieb, mein iPhone, O2 und ich.

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Steam mag Mac nicht mehr – Teil 3 – Happy End

4 Nov

Wie bereits auf Twitter kürzlich freudig verkündet, geht Steam jetzt auch auf meinem iMac wieder. Wer also auch mit dem Problem geplagt war, dass ihn Steam am Mac anmault mit “Steam requires that …SteamApps be on a case-insensitive filesystem” und ansonsten den Dienst versagt, obwohl es auf einem case-inensitivem Filesystem installiert ist, der sollte vielleicht noch mal den Download des aktuellen Steam-Clients wagen. Ich gehe davon aus, der Fehler wurde auf Steam-Seite gefixt, da ich an meinem System seitdem keinerlei Veränderungen vorgenommen habe. Heisa, Steam! Heisa, Valve! Nun gut, der eigentliche Client ist immer noch nicht schick, geschweige denn schnell. Aber zumindest geht er jetzt wieder.

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Spielejournalismus – Mein Senf

9 Sep

Nachdem ich mir jetzt einige Reaktionen auf Christian Schmidts Artikel auf Spiegel.de und das dazugehörige Gebashe und Gehacke (auch auf Twitter) in allerlei Richtungen ein paar Tage angesehen habe, muss ich doch mal meinen Senf dazu abgeben. Das ist ja teilweise wie im Kindergarten. Leute, wirklich! Ich bin ja noch nicht lange in der Richtung aktiv, aber wenn ihr euch wegen sowas so dermaßen die Köpfe einschlagt, muss ich mich schon sehr wundern und fragen, ob ich mich nicht lieber wieder rein privat mit Spielen beschäftigen möchte.

Vorneweg: Ich mochte Christians Artikel und Videos aus der Gamestar-Zeit immer sehr gerne und war schockiert, als er die Zeitschrift, deren Abo ich zufällig kurz davor gekündigt hatte, verließ. Ich kann seinen Standpunkt genauso verstehen, wie die Gegenseite. Die Wahrheit liegt in meinen Augen wie so oft irgendwo dazwischen.

Christian möchte also, dass Spiele-Tests zu Spiele-Kritiken transzendieren, grob gesagt. Das mag für einige Spiele tatsächlich funktionieren, für viele aber eben auch nicht. Wie oft werden Spiele mit Filmen und Büchern gleichzusetzen versucht? Das ist aber faktisch leider falsch. Ich lese kaum Bücher noch sehe ich mir recht viele Filme an, spiele aber enorm viele Spiele. Warum? Weil Erstere eben passive Medien sind, mir sowas aber selten Spaß macht, da ich lieber aktiv beteiligt bin. Bei einem Spiel kommt es genau aus diesem Grund auch auf die technischen Aspekte, den aktiven Anteil an. Eine noch so gute Story kann mit einer beschissenen Spielmechanik nicht funktionieren, weil es nämlich keinen Spaß macht, ihr dann zu folgen. Umgekehrt funktioniert es aber erstaunlich gut: Eine gute Spielmechanik braucht nicht zwangsweise eine Story, oder fandet ihr die Geschichte von Tetris oder Pac-Man so prickelnd? Warum einige denken, Spiele sind nur dann Kulturgut, wenn sie irgendsowas wie “Kunst” sind, will mir auch nicht eingehen. Bier trinken und Auto fahren gehört genauso zu unserer Kultur, sonderlich hochgeistig sind beide Tätigkeiten nicht.

Andererseits gibt es heutzutage vermehrt Spiele, die nach klassischen Kriterien eigentlich zu schlecht bewertet werden müss(t)en. Sei es, weil es kleine Download-Titel sind, denen es schlichtweg an Umfang mangelt – ich denke da beispielsweise an viele iOS-Apps, die oft höllisch Spaß machen, aber eben in keinen Standard-Test passen. Auch ein Minecraft, noch dazu mit seinem Verkauf-schon-während-der-Entwicklung-Konzept oder eben Sachen wie ein Limbo oder Rock of Ages würden sich hier schwer tun. Trotzdem bieten sie geniale Unterhaltung.

Des Weiteren denke ich an Titel wie Enslaved oder Nier. Auch hier ist man mit den klassischen Test-Kriterien eigentlich zu schnell am Ende. Enslaved ist eben spielmechanisch allenfalls gutes Mittelmaß, Nier ist repetitiv bis zum Umfallen. Beide erzählen dafür für meinen Geschmack grandiose Geschichten. Oder Alan Wake, ebenfalls ein gutes Beispiel für wenig spielerische Abwechslung, dafür aber eine fantastisch erzählte Story. Wer jedoch hauptsächlich auf Spielmechanik wert legt, der will das aus einem Test auch erfahren und hat dazu auch das Recht. Würde ein Test rein nach den Kriterien von Christians Forderung – oder wie ich diese zumindest auffasse – geschrieben werden, gäbe es sicherlich einige – zurecht – enttäuschte Käufer. Und genau das ist zumindet für mich ein Test auch heute noch und wird es wohl immer bleiben, zumindest bei Vollpreistiteln: Eine Hilfe zur Kaufentscheidung. Eine reine “Erlebnis-Geschichte” oder sonstwie Meta-Ebenen-Besprechung à la Kieron Gillen’s New Game Journalism hat mir da zu wenig Substanz, vor allem dann, wenn ich den Rezensenten nicht (gut genug) kenne.

Die perfekte Spiele-Rezension kann es – genauso wenig wie das perfekte Spiel – ohnehin nicht geben. Ich bin zwar der Meinung, mehr Persönlichkeit und Mut zu Subjektivität würde zu etwas mehr Ehrlichkeit und letztlich wohl auch wieder zu etwas mehr Glaubwürdigkeit führen. Andererseits sollte dennoch jeder Test(er) ein gewisses Maß an Objektivität wahren, selbst wenn 100% Objektivität wohl genauso utopisch sind, wie 100% Altruismus. Beide Varianten und auch Mischformen davon haben in meinen Augen ihre Daseinsberechtigung und dürften ihr Publikum finden. In diesem Sinne: Vertragt euch gefälligst wieder! Schön spielen!

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Lion: Zahnloser Löwe?

21 Jul

Spekulationen haben es ja bereits fast für jeden einzelnen Tag der letzten zwei Wochen erwartet, gestern war es dann endlich soweit. Apple veröffentlicht das neue Betriebssystem OS X Lion für die hauseigenen Macs. Vieles, was im mobilen Betriebssystem iOS seinen Ursprung hatte, fand damit jetzt den Weg “Back to the Mac”. Ausschließlich über den Mac App Store vertrieben und daher für Menschen mit schlechter Internet-Anbindung (bin zwar nicht selbst betroffen, kenne da aber jemanden…) eine Qual zum Installieren. Nun ja, ab August soll es das Ganze dann doch auch auf einem USB-Stick für stolze 60 Euro geben — der Download kostet gerade mal 24 Euro. Ich will gar nicht näher auf all die neuen Features eingehen, sondern kurz auf zwei Dinge, die mir gestern nach kurzem Ausprobieren aufgefallen sind, und zwar nicht gerade positiv.

Ich gebe zu, die Überschrift ist übertrieben reißerisch gewählt. Was ich bisher gesehen habe, gefällt mir Lion nämlich außerordentlich gut. Dennoch finde ich es seltsam, dass die sonst für ihre Konsequenz bekannte Firma teils für mich nicht nachvollziehbare Design-Entscheidungen getroffen hat. Namentlich betrifft das den Email-Client Mail und den als simpel gedachten Datei-Austausch zwischen zwei Rechnern namens Air Drop.

Mail gleicht Apple sehr stark ans iOS-Mail an. Eine für mich sinnvolle und gut funktionierende Lösung. Doch eine (zugegeben kleine) Sache fiel mir gleich störend auf: Wieso kann ich nicht, wie in iOS gewohnt, per Swipe auf einem Email-Eintrag den Button zum Löschen einblenden? Das war tatsächlich mit das Erste, das ich ausprobiert habe. Ich fände es logischer (und sicherlich nicht sonderlich schwer umzusetzen für Apple), wenn dieses Verhalten ebenfalls angeglichen würde. Hoffen wir mal auf ein Update.

Mail iOS

Mail iOS - Wieso nicht auch in Lion mit "Swipe zum Löschen"?

Mein zweiter Rant bezieht sich auf Air Drop. Was habe ich mich über dieses Feature gefreut, als es erstmals in der Keynote vorgestellt wurde. Da bei mir im Haushalt mittlerweile drei Macs im Einsatz haben, wäre das eine schicke Sache gewesen, einfach zwischen den Geräten Dateien auszutauschen. Pustekuchen! Weder der 2008er iMac noch mein noch etwas betagteres MacBook sind dazu in der Lage? Wieso? Das habe ich nicht 100% recherchieren können. Nach allem, was ich im Netz gefunden habe, liegt es offenbar daran, dass Air Drop nicht über (W)LAN funktioniert, sondern über irgendeine 5GHz-Funktechnologie (vermutlich dasselbe Verfahren, wie die Xbox360-Controller mit der Konsole kommunizieren?). Tja, und die alten Rechner bzw. deren WiFi-Chips beherrschen diese Technik offenbar nicht. Ist das die berühmte Apple-eske Einfachheit? Auf meinem neuen iMac tauchte keiner der weiteren Rechnern auf. Große Versprechungen von wegen “Keine Konfiguration nötig”, etc. Haha! Ich vermute, das wurde so umgesetzt, damit man eben auch ohne sich in einem Netzwerk (beispielsweise wenn man sich unterwegs mit zwei Laptops trifft) zu befinden, einfach Daten austauschen kann. Doch wieso nicht ZUSÄTZLICH diesen Austausch über das heimische Netzwerk ermöglichen? Für den unbedarften Nutzer sicherlich mehr als undurchsichtig. Was weiß der schon vom Unterschied WLAN zu 5GHz-Funktechnik? Also zähneknirschend weiterhin auf die im Vergleich dazu umständliche Netzwerk-Freigabe zurückgreifen.

Wie gesagt, das meiste, was ich von Lion bislang gesehen habe, gefällt mir sehr gut. Ich bin sogar einer dieser hirnverbrannten Verrückten, denen das neue, umgekehrte Scrolling gefällt, auch wieder im Hinblick auf die Angleichung der beiden Betriebssyteme. Diese beiden Punkte sind sicherlich Jammern auf hohem Niveau, aber das musste einfach mal raus. Ansonsten bin ich gespannt, wo die Reise hingeht. Ich gehöre zu den (wenigen?) Leuten, denen die Anpassungen keine Angst macht. Man hört ja immer “Der Mac sei tot” oder “Apple ist der Mac nicht mehr wichtig, alles wird jetzt iOS”, doch denkt mal genauer drüber nach: Ohne Mac entzöge sich Apple seiner gesamten Geschäftsgrundlage. “Bitte? Die verkaufen doch mehr iPads, iPhones und iPod Touches, als sie jemals Macs verkaufen werden.” Das ist schon richtig, doch ohne Macs keine Apps. Der Mac ist und bleibt Apples Fundament, zumindest so lange es nicht möglich ist, auf einem iPad zu coden. Und das dürfte wohl, wenn überhaupt jemals, so schnell nicht der Fall sein.

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