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First place. Great job?

7 Jan

Hach, da lobe ich kürzlich Forza Horizon noch als mein Rennspiel 2012 und dann diese Enttäuschung mit dem Rally Expansion Pack. Ende 2012 doch dazu durchgerungen, die in meinen Augen happigen 1600 Microsoft Punkte hinzublättern (dank Ebay habe ich für meine Punkte wenigstens etwas weniger als den Normalpreis gezahlt), weil ich noch ein wenig mehr im schönen Colorado rumdüsen wollte, komme ich endlich dazu, ein paar Zeilen darüber zu schreiben.

Zunächst mal: Das Fahrgefühl an sich ist natürlich wieder grandios. Wie im Hauptspiel geht die Balance aus Simulation und Arcade-Feeling auch im Rally-Modus für meinen Geschmack voll auf. Die Strecken sehen außerdem hübsch aus, der gewohnt gute Soundtrack macht Laune. Wenn es nicht so einige “Aber” gäbe:

Der augenscheinlichste und für mich absolut nervigste Grund gegen den Kauf: Der Rally-Modus wirkt absolut lieblos hingeklatscht. Anstatt nämlich schön in die Spielwelt integriert zu sein, wählt man die Rally-Events schnöde über das Hauptmenü an. Der Rally-Modus ist komplett abgekoppelt von der eigentlich so fasznierenden, offen befahrbaren Spielwelt.

Warum? Das ist mir zum Teil während des Spielens klar geworden. Einige der Strecken sind schlicht und ergreifend Zweitverwurstungen bekannter Passagen aus dem Hauptspiel. Forza-Spieler erinnern sich vermutlich an die bereits in der Demo enthaltene Strecke am Canyon entlang, auf der man das erste Mal gegen das Flugzeug antritt. Ich verwette meinen Arsch drauf, dass die exakt gleiche Strecke (nur eben diesmal nicht auf Asphalt, sondern in hübscher Cross-Optik mit massig Bodenunebenheiten) im Rally-Modus auftaucht. Ich bin die Stelle nicht noch mal extra abgefahren, aber sie kam mir doch extrem bekannt vor.

bb_ForzaHorizonRally

Ebenso finde ich die Rally-Upgrades der Autos mäßig gut integriert, um es mal höflich zu formulieren. Per default bietet mir das Spiel die fünf “neuen” (ich meine, davon sind mindestens zwei bereits als normale Variante im Hauptspiel enthalten) Rally-Karren an. Ich kann mir aber auch meinen bereits hart erkämpften Fuhrpark anzeigen lassen. Wenn ich dann einen Wagen wähle, werde ich höflich, aber bestimmt darauf hingewiesen, ihn doch bitte mit einem Rally-Upgrade zu versehen. So weit, so gut. Nur: Nicht für jedes Auto ist so ein Upgrade verfügbar. Bei einem Lancia Delta Integrale oder dem alten Audi Quattro ist selbst einem Auto-Legastheniker wie mir klar, dass es dafür Upgrades gibt. Bei allen anderen Kisten fällt es zumindest mir schwer. Warum zeigt mir das Spiel nicht nur die Karren an, die ich auch wirklich für den Rally-Modus verwenden darf?

Auch das Balancing trifft meinen Geschmack nicht. Wo ich im Hauptspiel gegen Ende mit manueller Schaltung auf dem Standard-Schwierigkeitsgrad Medium richtig gute Zeiten erzielte, kämpfe ich im Rally-Modus mit den gleichen Einstellungen gewaltig. Gut, vielleicht liegt mir Rally nicht so sehr, aber auch auf Twitter bekam ich von ein paar erfahrenen Rennkollegen ähnliches Feedback.

Wenn mir dann mein Beifahrer nach einer gewonnenen Etappe ein absolut gelangweiltes “First place, we did it. Great job.” entgegen murmelt, kann ich nur vermuten, dass auch er mäßig viel Spaß mit der Erweiterung hatte. Schade. Mir hat es dadurch das grandiose Forza Horizon-Erlebnis ziemlich verhagelt. Ich kann das Update nur beinharten Rally-Fans empfehlen. Alle anderen sparen sich besser das Geld.

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Nur mit Album

29 Mai

Während andere am Erlanger “Berch” abhängen und schlimmer Covermusik und dem Alkohol frönen (anders kann man das vermutlich nicht ertragen), habe ich mir das Wochenende mit der Produktion unseres schon viel zu lange verzögerten Blindflug-Albums um die Ohren geschlagen. Was liegt an einem Musik-Wochenende daher näher, als sich mal den Eurovision Song Contest anzusehen? Ich möchte gar nicht auf die zweifelhafte Inszenierung der Show eines autoritären Regimes eingehen. Das können andere besser. Mir geht es um ein ganz anderes Thema.

Am meisten beeindruckten mich die beiden Ausnahmesänger Rona Nishliu (Albanien) und Ott Lepland (Estland). Auch der schwedische Beitrag von Loreen war gesanglich exzellent, wenn auch der Song an sich nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Trotzdem: Grattis på första placering, Sverige!

“Suus” von Rona Nishliu hat mich dermaßen berührt, dass ich die Nummer anschließend gleich kaufen wollte. Schnell in den iTunes Store “gegangen” und nach Eurovision gegooglet gesucht. Fertig… oder etwa nicht? Was ist das? Das Lied (und einige andere auch) ist nur erhältlich, wenn man das gesamte Album erwirbt. Gut, dann eben auf Amazon (Affiliate Link). Doch auch hier zeigt sich erwartungsgemäß das gleiche Bild. Hervorragend. Selbstverständlich sah es bei den Streaming-Diensten (in meinem Fall Rdio und Spotify) auch nicht besser aus (außerdem wollte ich den Song ja ohnehin “klassisch” besitzen).

Liebe Musikindustrie: DAFUQ?! Ich weiß nicht, welche rechtlichen Hintergründe diese Konstellation vielleicht haben könnte, kann mir aber eigentlich keine vorstellen. Warum sollte ein Label ein Lied für diese Compilation nur unter der Auflage freigeben, dass der Song nicht als Einzeltrack verkauft werden darf? Das senkt doch im Zweifel nur die potenziellen Verkäufe eben jenes Lieds. Eine weitere denkbare Strategie, nämlich die Favoriten nur mit Album zu verkaufen, um mehr Einheiten abzusetzen, möchte ich angesichts solcher Album-exklusiver “Perlen” wie “Stay” von Tooji oder “Woki Mit Deim Popo” von den Trackshittaz (was übersetzt so viel heißen dürfte wie “Liedgülle”) allerdings ebenfalls ausschließen.

Mir als Konsument ist das letztlich auch egal. Wir schreiben das Jahr 2012. Einzelne Songs als Download zu kaufen dürfte also keine exotische Angewohnheit vereinzelter Irrer, sondern ein eher übliches Kaufverhalten darstellen. Da ich “Suus” auch auf keiner anderen Veröffentlichung gefunden habe, jedoch trotzdem nicht auf illegale Angebote zurückgreifen wollte, habe ich zähneknirschend die gesamte Compilation gekauft. Waren ja noch ein paar andere ganz nette Stücke dabei. Am meisten ärgert mich aber, dass ich damit auch den zweifelhaften Beitrag aus Österreich der Trackshittaz erwerben musste. Hier wäre mir die umgekehrte Variante (also etwa “Dieser Song ist nur als Einzeldownload erhältlich”) deutlich lieber gewesen…

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Täglicher iOS-Podcast: Appsacker

17 Apr

Das iOS-Feierabendbier

Habe ich schon erwähnt, dass ich mittlerweile lieber über Spiele spreche, als darüber zu schreiben? Achja, stimmt. Es war somit unausweichlich, dass ich als alter iOS-Fan einen entsprechenden Podcast mache. Zusammen mit Boris vom Frühstückspodcast entstand daher jetzt der Appsacker, quasi das Feierabendbier unter den Podcasts. Meistens wird es um Spiele gehen, aber die eine oder andere Anwendung wird mit Sicherheit auch Erwähnung finden. Im Gegensatz zu unseren ausschweifenden Abschweifungen soll der Appsacker kurz und knackig bleiben. Zur Abwechslung sozusagen. Besucht uns auf www.appsacker.net, folgt uns auf Twitter oder abonniert uns, beispielsweise in iTunes.

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Wir schweifen ab #12 – Wein, Vibe und Pinöckel

16 Apr

Ich rede ja mittlerweile viel lieber über Spiele, als über sie zu schreiben, weshalb der Blog hier auch in letzter Zeit so leer ist. Und aus anderen Gründen (namentlich eine laufende CD-Produktion). Auf jeden Fall freue ich mich, euch Folge 12 unseres Indiepodcasts “Wir schweifen ab” präsentieren zu können. Wie ich hörte, übrigens die bisher schlechteste Folge. Vermutlich, weil wir so viel gelacht haben. Lachen wir nicht immer viel? Manche gehen zum Lachen ja lieber in den Keller. In dem Fall solltet ihr die Folge lieber nicht hören. Dabei ist Lachen doch so gesund. Naja, genug der schlechten Wortspiele.

 

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Wir schweifen ab #11 – Pawlowscher Hund

26 Mrz

Folge 11 unseres Indie-Podcasts steht ganz im Zeichen des grandiosen Antichamber. Und dem fantastischen Journey. Und dem absolut gelungenen Vessel… Und als Bonus gibt es noch ein Video, wie ich mich verzweifelt um Bestzeiten bei Motorstorm RC bemühe (zum Glück aufgenommen, bevor ich diesen Weltranglisten-Fahrer in meiner Friendlist hatte… Damn you Platz 6-Willi!) Ach verdammt, es gibt so viele gute Download- und Indie-Spiele, da könnte man fast einen Podcast drüber machen…

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Wir schweifen ab wird 10

26 Feb

Kleines Jubiläum: Unser Podcast wird heute 10. Philipp hat vor lauter Feierlaune sogar ein Video gemacht, das ich hier direkt mal einbette. Die Folge inklusive kleinem Gewinnspiel findet ihr wie immer auf www.wirschweifenab.de.

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Wir schweifen ab – Folge 9 ist da!

11 Feb

Philipp und meine Wenigkeit sind wieder abgeschwoffen. Wir haben uns redlich bemüht, keine drei Stunden zu quatschen. Was soll ich sagen: Es hat tatsächlich funktioniert. Halbwegs. Die Folge findet ihr wie immer auf www.wirschweifenab.de.

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Auch 2012: Wir schweifen ab

23 Jan

Auch im Jahr 2012 schweifen Philipp und ich wieder wie gewohnt ab. Folge 8 unseres aufstrebenden kleinen Podcast-Projekts ist seit gestern online. Vielleicht etwas zu lange über Amy gerantet, aber so ein wenig Supervision sei uns gegönnt. Insbesondere Philipp, der sich durchs komplette Spiel gequält hat.

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Wir schweifen ab – Folge 7

19 Dez

Kleiner Hinweis in podcastiger Sache: Ausgabe 7 unseres Indiespiele-Podcasts Wir schweifen ab ist seit gestern verfügbar. Viel Spaß beim Hören!

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Wir schweifen App der Woche

12 Nov

Zuerst vergesse ich, euch auf die App der Woche, nämlich das sehr gute Shantae: Risky’s Revenge hinzuweisen, und dann verbummel ich tatsächlich gestern, vor lauter Verlorengehen in Skyrim, euch die neue Folge Wir schweifen ab um die Ohren zu hauen. Gibt es einen Preis für Vergesslichkeit? WSA #5 ist eine Sondersendung, die sich ausschließlich dem fantastischen To The Moon widmet. Dieses Spiel (bzw. seine Geschichte) ist erst das zweite in meinem Leben, das mich zu Tränen gerührt hat. So, und nun entschuldigt mich bitte, ich brauche noch 500 Goldstücke, damit ich mir in Weißlauf endlich eine eigene Hütte leisten kann…

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